Skip to main content
18. Mai 2017

Kickl: Sebastian Kurz als politisches Phantom jetzt doch nicht Gast in der ORF-Pressestunde?

Wie geht der ORF künftig mit den Wünschen und Forderungen der Regierungsparteien um?

Wien (OTS) - Es sei höchst bemerkenswert, wenn der ORF zur Pressestunde am Sonntag den Meister der Selbstinszenierung ins Studio bittet und dieser die Gelegenheit auslässt dem interessierten Fernsehpublikum seine politische Agenda für die nächsten Monate vorzustellen. Da muss schon die Frage erlaubt sein, ob dabei eine besondere Taktik oder nur schlichte Feigheit als Motiv den Ausschlag gegeben hat, so der Generalsekretär der FPÖ, Herbert Kickl in einer Reaktion.

Der Parteiobmann seiner Namensliste agiere jedenfalls wie „die Braut, die sich nicht traut“ und es wird interessant zu beobachten sein, wie der ORF künftig mit dieser Situation umzugehen gedenke. Am Küniglberg müsse man nämlich besonders aufpassen, dass man sich nicht zum Teil einer neuen Inszenierung missbrauchen lässt. Uns allen ist der sog. „Sessel-Gate“, wo dem damaligen ÖVP-Chef Schüssel der Sessel für die Sommergespräche „zum Probesitzen“ ins Büro gebracht wurde, noch in bester Erinnerung. Damals stellte man ebenfalls die berechtigte Frage, ob neben dem „Probesessel“ auch „Probefragen“ in die ÖVP-Zentrale gebracht worden sind.

Heute muss die Frage erlaubt sein, ob es denn nunmehr zum guten Ton gehöre, dass sich die Spitzenpolitiker der Regierungsparteien die Termine im ORF für die Interviews aussuchen dürfen? Es gelte jedenfalls wachsam zu sein, um sich nicht dem – ohnehin latent vorhandenen - Verdacht der Parteilichkeit am Küniglberg auszusetzen. Denn sonst muss sich wieder irgendein ORF-Redakteur für irgendetwas entschuldigen. Das scheint zwar gerade in Mode zu sein, einen richtig schlanken Fuß machen die andauernden Canossagänge jedoch auch nicht, so Herbert Kickl.


© 2017 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.